ZEIT FÜR GUTE & VERLÄSSLICHE RENTE!

ZEIT FÜR GUTE & VERLÄSSLICHE RENTE!

Die Rente ist ein wichtiges gesamtgesellschaftliches Thema. Sie stellt zukünftig die Lebensgrundlage für einen größer werdenden Teil der Gesellschaft dar. Die Rente hat also einen immer größer werdenden gesamtgesellschaftlichen Einfluss. Vor allem die gesetzliche Rente hat in der Vergangenheit, durch die Fokussierung auf die private Altersvorsorge, gelitten. Eine breitere Basis von Rentenzahlern ist zunächst wichtig, gute Tarife im Arbeitsleben ebenfalls, aber auch eine gut aufgestellte, krisenfeste gesetzliche Rente, die durch eine betriebliche Rente ergänzt wird. Dass Menschen später nur eine sehr geringe oder gar keine Rente erhalten, und somit ihren Lebensstandard nicht sichern können und von Altersarmut betroffen sind, ist unhaltbar!

 

Meine Vorstellung von der Rente?
Gesetzliche Rente stärken – Rentenniveau sichern – Solidarrente gegen Altersarmut

 

Warum ist das Thema für unseren Wahlkreis wichtig?

In der Städteregion Aachen – genau wie in der Bundesrepublik insgesamt – brauchen Rentnerinnen und Rentner die Zusicherung auf ein auskömmliches Leben im Alter. Für meinem Wahlkreis sagen uns die Demografieforscher voraus, dass die Stadt-Gesellschaften älter, bunter und zum Großteil kinderärmer werden. Lediglich Eschweiler und Roetgen werden voraussichtlich ein leichtes Wachstum bei den Altersgruppen bis unter 9 Jahren und in der mittleren Altersklasse der 25-44-Jährigen verzeichnen. Alle Kommunen werden einen hohen Anstieg der über 65-Jährigen bis 2030 entwickeln. Verlässlichkeit und Planbarkeit der Rentenzahlungen werden also eine immer größere Rolle in unseren Städten und Gemeinden von Baesweiler bis Monschau spielen.

 

Meine Positionen:

 

Stärkung der gesetzlichen Rente

Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die gesetzliche umlagefinanzierte Rente wieder gestärkt wird.
Nicht ständig neue Rentenfinanzprodukte sind die Lösung, sondern die klassische dynamische Rente so zu entwickeln, dass sie krisensicher funktioniert. Die unübersichtliche Vielzahl von Rentenfinanzprodukten mit staatlicher Förderung dagegen schwächt die gesetzliche Rente und sichert einige wenige hochbezahlte Arbeitsplätze im Finanzsektor. Es sind Fonds, u.a. auch Rentenfonds, die mit Renten- und Pensionsgeldern am Finanzmarkt spekulieren und großen Einfluss an den Börsen haben. Einfluss, der sich aus vielen Millionen Beiträge der zukünftigen Rentner speist. Ob das Anlegen von Renten an Börsen die bessere Methode ist, wage ich zu bezweifeln.

 

Demographie-Zuschuss

Als Sozialdemokratin setze ich mich dafür ein, die höheren Kosten für die Rente auf mehr starke Schultern zu verteilen. Mit einem steuerfinanzierten Demografie-Zuschuss beteiligen wir auch höhere Einkommen angemessen an der Bewältigung des demografischen Wandels. Wir machen die gesetzliche Rente auf Dauer stärker – auch für Selbständige, die noch nicht anders fürs Alter abgesichert sind. Selbständige, die nicht in einem Versorgungswerk abgesichert sind, werden wir in die Solidargemeinschaft der gesetzlichen Rentenversicherung aufnehmen. Und, ganz wichtig: eine starke Tarifbindung. Denn gute Löhne für alle bringen gute Renten!
Die gesetzliche Rente kann und soll eine Sicherung des jahrzehntelang erarbeiteten Lebensstandards im Rentenalter ermöglichen.

 

Absinken der Rentenniveaus verhindern

Ich setze mich dafür ein, das Absinken des Rentenniveaus zu stoppen. Mit einem gesetzlich garantierten Rentenniveau von mindestens 48 Prozent sichern wir im Alter ein Leben in Würde. Darüber hinaus können wir das Rentenniveau zunächst auch wieder anheben Adäquate Mittel sind zum einen die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Rentenversicherung. Offiziell zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, denselben Anteil von derzeit 9,35 % an die Rentenversicherung, allerdings wird dabei außen vorgelassen, dass ein Arbeitnehmer sich selbst mit einem staatlichen (als von der Gesamtgesellschaft finanziertem) Zuschuss bis zu 4 %-Punkte des Bruttoeinkommens zusätzlich rentenversichern soll und kann. Daran werden die Arbeitgeber aber nicht mehr beteiligt, sondern bei einer Entgeltumwandlung sogar in Ihren Arbeitskosten entlastet. Somit kann es also sein, dass ein Arbeitnehmer vier Prozent mehr als der Arbeitgeber zahlt. Das heißt der Arbeitnehmer trägt eine stärkere Last als der Arbeitgeber. Ist das gerecht? Ein weiteres Mittel ist ein zügigeres Anheben des Rentenbeitrags als derzeit geplant. Die Grenze soll weiterhin maximal 22 Prozent betragen, paritätisch aufgeteilt zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Dann ist auch eine Anhebung des Rentenniveaus wieder möglich.

 

Solidarrente als Anerkennung für Arbeits- und Lebensleistung

Aus jeder langfristigen Erwerbstätigkeit muss eine Absicherung für das Alter erwachsen. Das heißt Mindestziel ist die Altersarmut zu verhindern. Eine gezielte Verbesserung für diejenigen, die am Ende eines langen Arbeitslebens keine auskömmliche Rente haben, ist die Solidarrente.
Sie soll eine neue Leistung für langjährig Beschäftigte sein und 10 Prozent über der Grundsicherung liegen. Die Rente soll ohne einen Gang zum Sozialamt ausreichen. Das kann funktionieren, denn die Rentenversicherungen können bei der Prüfung der Rentenansprüche automatisch die Rentenauszahlung auf den von uns geforderten 10-prozentigen Satz über der Grundsicherung anpassen.
Das Renteneintrittsalter darf aus meiner Sicht nicht weiter angehoben werden, da bereits das jetzige Renteneintrittsalter für hart arbeitende Menschen eine Zumutung darstellt. Wer ein Leben lang gearbeitet hat, der soll ohne Sorgen den Ruhestand genießen können. Das ist gerecht.