ZEIT FÜR GUTE & FÜRSORGLICHE PFLEGE!

ZEIT FÜR GUTE & FÜRSORGLICHE PFLEGE!

Der Bereich der Pflege ist in den letzten Jahren in Deutschland immer wichtiger geworden. Auch bei uns in der Städteregion Aachen spielt sie durch die relativ hohe Anzahl von Pflege- und Senioreneinrichtungen eine stärkere Rolle. Immer mehr Menschen werden selbst pflegebedürftig oder helfen bei der Pflege eines Verwandten oder Bekannten. Auch aus meiner beruflichen Erfahrung kann ich sagen: Der Pflegenotstand ist bereits real geworden. Vor allem das Pflegepersonal ist durch zu niedrige Löhne, chronische Überlastung sowie physisch und psychisch strapazierende Arbeitsbedingungen betroffen.

Deshalb muss Pflege gerecht gestaltet werden. Das Personal muss fair bezahlt und entlastet werden. Es muss einen verbesserten Zugang zu Aus- und Weiterbildung erfahren. Dieser arbeitsintensive und sozial äußerst anspruchsvolle Beruf muss mehr Wertschätzung erfahren!

 

Meine Vorstellung von Pflege? Fürsorglich, fair und gut!

 

Meine Positionen

 

Familien-Arbeitszeit für Pflegende

Die Pflege eines Angehörigen stellt eine finanzielle Belastung dar. Deshalb setze ich mich für die Familien-Arbeitszeit für Pflegende ein. Diese Lohnersatzleistung sieht vor, dass ein Mensch, der einen Angehörigen pflegt, die Möglichkeit der Freistellung in Anspruch nehmen kann. Diese Freistellung von der Arbeit kann teilweise (stundenweise) oder komplett erfolgen. In den ersten drei Monaten erhält der Pflegende dann eine Lohnersatzleistung, die sich am Lohn orientiert. So soll die familiäre Pflege unterstützt und betroffene Familien zumindest finanziell entlastet werden.

 

Verbesserte Beratung

Bei der Pflege von einem Verwandten oder Bekannten stehen Angehörige vor einer Herausforderung. Die Beratung spielt dabei eine wichtige Rolle, da sie Art und Umgang der Pflege maßgeblich mitbestimmt. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass durch ein verbessertes Beratungsangebot die verschiedenen Hilfe- und Unterstützungsleistungen besser auf die jeweiligen Bedürfnisse des zu Pflegenden und der Angehörigen abgestimmt werden können.

 

Bürgerversicherung auch in der Pflege

Die Sicherstellung der Pflege ist eine Aufgabe, die die ganze Gesellschaft betrifft. Deshalb müssen auch alle in der Gesellschaft auf die gleiche Weise versichert werden. Die paritätische Bürgerversicherung stellt dabei einen Weg dar, die Zwei-Klassen-Medizin zu beenden und Fairness für die Bürger zu schaffen. Die Bürgerversicherung ist paritätisch finanziert, was bedeutet, dass sie zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert wird. Die Sonderzahlungen für Arbeitnehmer entfallen. In diese Versicherung sollen auch Beamte und andere bisher nicht gesetzlich Versicherte integriert werden. Menschen, die bisher rein privat versichert waren, sollen die Wahl zwischen weiterhin privater oder der solidarischen Bürgerversicherung haben. Das ist meine Auffassung von gerechter Versicherung.

 

Bessere Bezahlung des Personals

Pflegeberufe sind physisch und psychisch enorm anspruchsvoll und eine faire und ausreichende Bezahlung hier unverzichtbar. Ich setze mich dafür ein, dass die Löhne im Bereich der Pflege auf ein faires Niveau angeglichen werden. Außerdem ist es wichtig, dass die Tarifbindung im Bereich der Pflege auch bei den privaten Trägern erweitert und strikt durchgesetzt wird. Es kann nicht sein, dass in einem so arbeitsintensiven Bereich auf Kosten des Personals gespart wird.
Durch die Stärkung der demokratischen Strukturen im Betrieb erhält die Belegschaft eine starke Stimme und kann auf Verbesserungen hinweisen und diese gemeinsam mit der Heim- oder Pflegedienstleitung realisieren.

 

Faire und gerechte Arbeitsverhältnisse

Das Personal in der Pflege muss entlastet werden. Ich setze mich deshalb für neue Personalstandards im Bereich der Pflege ein. So muss beispielsweise bei der Berechnung von Personalstellen der Bereich der Verwaltung vom pflegerischen Fachpersonal getrennt betrachtet werden. Nur so kann verhindert werden, dass Stellenschlüssel eine falsche Realität wiedergeben.

 

Besserer Zugang zu Aus- und Weiterbildung

Gerade in einem so sensiblen Bereich wie der Pflege ist eine qualifizierte Ausbildung und stetige Weiterbildung des Personals wichtig. Das auf Drängen der SPD eingeführte Pflegeberufsgesetz ist ein guter Anfang, die Umgestaltung hin zu einer generalistischen Pflegeausbildung muss jedoch weiter vorangetrieben werden. Gerade wegen der wachsenden Anforderungen an den Pflegebereich muss es den dort arbeitenden Fachkräften leichter gemacht werden, entsprechende Weiterbildungen zu erhalten. Die Pflege muss für den Betroffenen fürsorglich und individuell passend sein. Den Fachkräften muss dabei aber die Wertschätzung entgegen gebracht werden, die sie verdienen.

 

Sofortprogramm in der Altenpflege

Zur kurzfristigen Entlastung in der Altenpflege unterstütze ich ein entsprechendes Sofortprogramm. Durch dieses soll kurzfristig Personal eingesetzt werden können. Auch dadurch soll das Personal endlich entlastet werden.