ZEIT FÜR GUTE & LOHNENSWERTE ARBEIT!

ZEIT FÜR GUTE & LOHNENSWERTE ARBEIT!

Wir leben in einem der reichsten Industrieländer der Welt und sind seit Jahren Spitzenreiter beim Export. Diese erfolgreiche Stellung haben wir der Leistung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu verdanken. Deshalb muss gewährleistet sein, dass der Erfolg bei allen Beteiligten ankommt. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass Ungerechtigkeiten in der Arbeitswelt abgeschafft werden. Jeden Tag zeigen wir im Berufsleben, was wir gemeinsam erreichen können. Lasst uns gemeinsam Arbeit sozial gerechter gestalten!

 

Meine Vorstellung von Arbeit?
unbefristet – sozial abgesichert – nach Tarif bezahlt!

 

Warum ist das Thema für unseren Wahlkreis wichtig?

Wir in der Städteregion Aachen stehen vor der Aufgabe, einen Strukturwandel zu bewältigen. Das Wegbrechen einiger großer Betriebe und das absehbare Ende der Kohleförderung, als einem der großen Arbeitgeber in der Region, bedeuten tiefgreifende Veränderungen in unserem Kreis. Unsere Arbeitswelt wird sich gravierend ändern. Ich möchte, dass diese Veränderungen sozial verträglich und gerecht gestaltet werden. Dafür werde ich mich im Bundestag einsetzen.

Meine Positionen:

 

Abschaffung der sachgrundlosen Befristung

Die Regelung der sachgrundlosen Befristung wurde eingeführt, um den Arbeitsmarkt flexibler zu gestalten und Arbeitgeber zu entlasten. Aber die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hatte das Nachsehen. Vor allem junge Menschen, wie Berufseinsteiger, und ältere Arbeitnehmer sind betroffen. Durch die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung wird diesen Menschen soziale Sicherheit und berufliche Wertschätzung zurückgegeben.

 

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Ich setze mich dafür ein, dass die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern beseitigt werden. Diese grundlose Ungerechtigkeit muss aus der Arbeitswelt verschwinden. Wer gleiche Arbeit leistet, soll gleiches Geld bekommen.

 

Bezahlte Praktika und Mindestgrenze bei Ausbildungsvergütung

Vor allem junge Menschen, die gerade in die Berufswelt starten, müssen oftmals unbezahlte Praktika und zu geringe Ausbildungsvergütungen erdulden. Damit muss Schluss sein!
Durch angemessen bezahlte Praktika und eine Mindestausbildungsvergütung wird ihnen Unsicherheit genommen und der Start in ihre berufliche Existenz erleichtert.
Hierbei müssen Lösungen aus den Tarifverträgen Vorrang haben.

 

Mindestlohn

Der von der SPD (gegen den Widerstand von Merkel und CDU) eingeführte Mindestlohn stellt eine gute Basis dar, um die Arbeitswelt gerechter zu gestalten. Alle Horrorszenarien, die sich CDU und Arbeitgeberverbände ausgedacht haben, sind nicht eingetreten. Ich setze mich dafür ein, dass der Mindestlohn konsequent in allen Branchen (seit 01.01.2017) durchgesetzt wird und Schlupflöcher geschlossen werden. Die Ausnahmen für Langzeitarbeitslose müssen abgeschafft und das „Aufstocken“ überflüssig gemacht werden!

 

Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherungen

Seit 2011 die Beiträge von Arbeitgebern zur Finanzierung (7,3%) gesetzlichen Krankenversicherung eingefroren wurden, ist die Belastung für Arbeitnehmer, die aktuell satte 8,4 % zahlen, deutlich gestiegen. Zusatzbeiträge, über die die Krankenversicherung entscheidet, werden ebenfalls vom Arbeitnehmer bezahlt. Durch dieses Ungleichgewicht zahlen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Durchschnitt bis zu 400 € pro Jahr mehr als die Arbeitgeber. Ich setze mich dafür ein, dass die gesetzliche Krankenversicherung wieder paritätisch – zu gleichen Teilen – von beiden Seiten fair finanziert wird.

 

Regelmäßigkeit und Planungssicherheit im Beruf

Die „Arbeit auf Abruf“ muss eingedämmt und das „Recht auf Unerreichbarkeit“ gestärkt werden. Durch regelmäßige Arbeitszeiten und -schichten können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wieder gleichmäßig und sicher ihr Privatleben planen und genießen. Hier muss gelten: Wir arbeiten um zu leben, nicht leben um zu arbeiten.

 

Stärkung der Demokratie im Betrieb

Eine gesunde Wirtschaft braucht starke Gewerkschaften und aktive Betriebs- und Personalräte!
Damit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch in mehr mittleren und kleineren Betrieben eine Stimme erhalten, werden wir den Schwellenwert für die Geltung der paritätischen Mitbestimmung auf 1.000 Mitarbeitern absenken. Das deutsche Mitbestimmungsrecht muss auch für und in Unternehmen mit ausländischer Rechtsform gelten.
Der besondere Kündigungsschutz für die MitarbeiterInnen, die eine Betriebsratswahl initiieren, muss gestärkt werden. Um mehr Kolleginnen und Kollegen zu erreichen, muss das Wahlverfahren vereinfacht werden. So können wir den ArbeitnehmerInnen in kleineren, mittleren und großen Unternehme eine starke Stimme geben.

 

Aufwertung sozialer Berufe

Der soziale Sektor hat auch bei uns in der Städteregion Aachen, vor allem durch die hohe Anzahl von Senioren- und Pflegeeinrichtungen, enorm an Bedeutung gewonnen. Wir alle sind mehr denn je darauf angewiesen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in sozialen Berufen eine gute Ausbildung erhalten, gerecht bezahlt werden und einen ausgewogenen Arbeitsalltag genießen können. Das bestätigt auch meine langjährige Erfahrung als Altenpflegerin. Die von der SPD vorgenommene Umgestaltung von der bisher rein schulischen zur dualen Ausbildung ist ein guter Schritt. Aber es muss noch weiter gehen!
Die Tarifbindung im sozialen Bereich muss ausgebaut werden und es müssen Maßnahmen ergriffen werden, die chronische Überlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege zu reduzieren. (siehe auch Bereich Pflege)